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SCHWEIZ. STIFTUNG
STROHVERARBEITUNG

Leitung:
Frédéric Helfer
Olivenweg 8
CH-3018 Bern
tel. 031 991 30 13

Kornfiguren – Ährengeflechte


Kornfiguren wurden schon vor 5000 Jahren gemacht. Ihre verschiedenen Formen sind überall gefunden worden. Es waren gewöhnlich Symbole der Fruchtbarkeit. War die letzte Garbe der Ernte gemäht, pflegte man aus ihr eine Kornfigur zu machen und veranstaltete riesige Erntedankfeste. Im Glauben, dass Ceres, die Göttin des pflanzlichen Wachstums, in der Kornfigur lebe, wurde diese zum Schutze der Göttin über den Winter im Hause aufbewahrt. Im Frühling warf man die Figur auf die Felder, damit die Göttin beim Keimen der neuen Saat mithelfen konnte.

Kornfiguren dienten auch als Opfergaben oder wurden einem heidnischen Gott verehrt. In Mexiko sind beispielsweise Kornfiguren in Form von Engeln gefunden worden. In Deutschland und Skandinavien wurden Dekorationsgegenstände aus Stroh und in Bulgarien aus Mais angefertigt. Nicht nur Figuren, sondern auch eine Vielzahl traditioneller, häufig symbolischer Formen wurden gewählt. Das Wort Figur oder Püppchen stammt in Wirklichkeit vom Wort Idol (Abgott).

(Auszug aus Familienbastelbuch von Ringier)

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